A/N: "Broken" (Cloudrun 1.01)


Skies/Ruins | Nachdem die Audioversion des Kapitels ja schon auf der überarbeiteten, 98%-finalen Version des Kapitels basiert, die aktuelle eBook-Version sowieso, hab ich jetzt auch die Blog– und fanfiktion.de-Version aktualisiert. Natürlich keine wesentlichen inhaltlichen Änderungen, eher ein paar Verbesserungen des Stils und des Handlungsflusses. Auch hier nochmal vielen Dank an Ben und Bavolo, für ihre beta-tastische Mithilfe!

Ich hatte vor einem Monat ein bisschen was an Trivia- und Hintergrund-Kram zum Kapitel getippt. Um hier nicht nur über Istari zu brabbeln. [Spoiler für Kapitel 1]

Also denn. Hier sind wir also. Oder waren wir, vor etwas mehr als zwei Jahren, als das Kapitel zuerst online ging.

Cloudrun hat eine zähe, wirre und jahrelange Planungs- und Ausprobierphase hinter sich, in denen das Projekt zwischen mehreren Medien (Comic, Animation, Roman), Settings und Storylines hin und her gesprungen ist. Mit ersten Gehversuchen in 2006 ist es technisch gesehen die Fanfiction, an der ich schon am längsten arbeite – aber inzwischen hat sich so viel geändert, dass man eher von einer Kette aus scheiternden Geschichten sprechen müsste, die erst Mitte 2009 etwas Brauchbares ausgespuckt hat. (Nur klingt das natürlich nicht sehr heldenhaft. Von daher: 2006.)

Auch diese aktuelle und definitive Inkarnation der Geschichte – öchem, öchem – begann allerdings nicht mit »Broken«, sondern mit einer achtminütigen Flash/3D-Animation namens »Fairy Tale«, die heute dem Ende des zweiten und der ersten Hälfte des dritten Kapitel entspricht. Als ich nämlich beschlossen hatte, mich doch erst einmal um eine Textfassung zu kümmern, fand ich, dass man als Leser etwas mehr über die Welt und die Charaktere wissen sollte, bevor die Entdeckungen und Ereignisse des dritten Kapitels folgen.

»Broken« erklärt, dass Todesduelle u.a. unter Kindern auf einem zerbrochenen Coruscant ausgetragen werden. Was relativ kompakt veranschaulicht, wie es in der Galaxis von 815 NSY so ungefähr ausschaut. Es gibt außerdem mehr Infos zur Cloudrun, damit ich das nicht alles nachreichen muss, wenn sie erst im Spiel ist. Uuuund…

Wir treffen Ben. Vielleicht wäre es leserfreundlicher gewesen, lieber mit einem der etwas sympathischeren Charaktere zu beginnen – oder zumindest mit solchen, die einen besseren ersten Eindruck machen. Aber Ben ist nun einmal die Art von Charakter, welche diese Welt hervorbringt, und ich fand es sehr »ehrlich«, die Geschichte aus seinem POV zu eröffnen. Dazu kommt: Ben hat keine anderen Prioritäten, als die nächste Stunde zu überleben. Mit einem halbwegs gefüllten Magen. Was das Kapitel etwas bodenständiger und überschaubarer macht, als wenn ich mit einem der POVs begonnen hätte, die in komplexere Dinge involviert sind.

Bei der Überarbeitung des Kapitels, gegenüber der ersten Online-Version von 2009, habe ich versucht, einen klaren Bogen zu spannen: Ben tötet seine Gegner, dann treibt ihn die Angst an die Oberfläche, der Hunger treibt ihn in die Stadt, die Neugier lässt ihn hinter Ikaia herlaufen, und der verpatzte Diebstahl zwingt Ben dazu, in Navvos Quartiere zu fliehen, um diesen zu töten und sich zu befreien. Diese Entscheidung hat Ben in der ersten Version am Anfang seines nächsten Kapitels getroffen, keine riesige Änderung also, und »Broken« hat den Moment nötiger als das bereits randvolle »The Prisoner« (1×04).

TRIVIA

  • Produktionsnotizen: Drei der vier POV-Charaktere von Skies sind zu sehen, der letzte wird erwähnt. »Broken« ist das einzige Kapitel ohne Szenen im All bzw. auf Raumschiffen.
  • „Broken“ ist der Name des ersten Story-Arcs von Legacy, der Star Wars Geschichte, die chronologisch am dichtesten an Cloudrun dran ist. Vielleicht auch von der Art her. Ich fand das angemessen und es machte glücklicherweise sogar Sinn.
  • Da das hier so eine Art Dekonstruktion von Weltraum-Märchen wird, wollte ich mit einer Szene beginnen, in welcher der Held bewusst entscheidet das Mädchen zu opfern, um sich selbst zu schützen. Was man aber erst am Ende des Kapitels erfährt. Weil ich nicht den Mumm hatte, einen Leser gleich in der ersten Szene mit sowas zu begrüßen. Hm.
  • »Kontrolle allein ist keine Macht« ist vom Konzept her ausgerechnet aus dem zweiten Matrix-Film, in welchem darauf hingewiesen wird, dass die Menschenstadt Zion ihre Maschinen abschalten könnte – wenn sie diese nicht zum Überleben bräuchte.
  • „Valueen“ hat seinen Ursprung in „Valua“, dem bösen Kaiserreich aus dem Dreamcast-Rollenspiel „Skies of Arcadia“. Uhm… Die Arcadia sehen wir in Kapitel 3. »Esparanza« ist ebenfalls aus dem Spiel, eine absichtlich falsch geschriebene Variante des spanischen Wortes für Hoffnung.
  • Wer die Fernsehserie „Dexter“ kennt, wird Avarys Regeln als „Harry’s Code“ erkannt haben. Es ist natürlich nicht ganz das gleiche Konzept, Harry Regeln regulieren einen Impuls, während Avarys überhaupt erst einen erzeugen müssen und sehr viel allumfassender gelten… Aber die Inspiration für das Ganze war definitiv Dexter. Es wird deutlicher werden im nächsten Ben-Kapitel. Und dann bewegen wir uns auch schon wieder ganz woanders hin.
  • Coruscant ist nicht exlodiert. Dann wäre nix mehr nach. Der Planet ist vielmehr „zerbrochen“, was zum Titel passt und wissenschaftlich vermutlich nicht haltbar ist, aber hey. Manarai ist der Name eines Gebirges auf Coruscant, die Red Hand gab’s dort im EU.
  • Taylee ist ein Mix aus Fireflys „Kaylee“ und „Tails“, wegen den Lekkus… Nun ja. Mensch.
  • Ortega, quasi der Sebulba-Charakter des Kapitels, ist erst in der überarbeiteten Version dazugekommen. Ich fand, dass Janus in diesem Kapitel nicht präsent genug ist (und sein kann), um im Alleingang ausreichend Druck auf Ben auszuüben.